Immer in Hetze – die innere Triebfeder

Golf und Bier: Weshalb wir das leben in den griff bekommen können

Es ist eine tolle Ausrede: Stress. Stress, der einem von außen aufgezwungen wird. In Wirklichkeit ist es das blamabelste Eingständnis, nicht urteilsfähig, nicht Herr/Frau seines eigenen Lebens zu sein. Ja, oft scheint es unabdingbar notwendig, verdammt viel zu tun, "reinzuklotzen", die Leistung bis zum Maximum zu treiben. Aber eben, Maximum ist Maximum, ein "Unendlichvielkum" gibt es nicht. Der Tag hat 24 Stunden, scherzkalauerweise noch die Nacht, aber dann ist auch Schluss. Mehr als das geht nicht. Also muss man PRIORITÄTEN setzen, und genau an dem scheitern viele Menschen. Es ist nicht der Stress, schon gar nicht der von außen, der zum Burnout führt, sondern einzig und allein die individuell mangelnde Fähigkeit, Entscheidungen zu fällen. "Nein" zu sagen bis hin zur Konsequenz "love it or leave it". Will sagen, Berufs- und Stellenwechsel – so er denn grundsätzlich möglich ist – ist oft klüger als sich selbst kaputt zu machen. Tote Helden sind nämlich keine (mehr). 

Hat hier einer gut reden? Kann sein, und das gute Reden ist in dieser im Internet gefundenen Geschichte bestens ausgedrückt:

Ein Professor stand vor seiner Klasse und hatte einige Gegenstände vor sich. Als der Unterricht begann, nahm er wortlos einen großen Blumentopf und begann diesen mit Golfbällen zu füllen. Er fragte die Studenten, ob der Topf nun voll sei.

Sie nickten.

Dann nahm der Professor ein Behältnis mit kleinen Kieselsteinen und schüttete diese in den Topf. Er bewegte den Topf und die Kieselsteine rollten in die Leerräume zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum, ob der Topf nun voll sei.

Sie stimmten zu.

Der Professor nahm als Nächstes eine Dose mit Sand und schüttete diesen in den Topf. Natürlich füllte der Sand den kleinsten verbliebenen Freiraum. Er fragte wiederum, ob der Topf nun voll sei.

Die Studenten antworteten „ja“.

Daraufhin holte der Professor zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor und schüttete den ganzen Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten Raum zwischen den Sandkörnern aus. Die Studenten lachten.

Die Lehre aus der Geschichte

„Nun“, sagte der Professor, als das Lachen langsam nachließ, „ich möchte, dass Sie diesen Topf als Ihr Lebens betrachten.

Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge in Ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde, Ihre Berufung, Ihre Träume und ja sogar, Ihre Selbstverwirklichung.

Die Kieselsteine symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihr Haus oder Ihr Auto. Der Sand ist noch feiner, wie Ihre Kleidung oder welches Handy sie besitzen.

Falls Sie den Sand zuerst in den Topf geben“, fuhr der Professor fort, „hat es weder Platz für die Kieselsteine noch für die Golfbälle.

Dann haben Sie keinen Raum mehr für die wesentlichen Dinge, die sie dauerhaft zufrieden machen können. Auf dieser Weise wirkt ihr eigenes Leben Jahr um Jahr fremder für Sie.

Sie Studenten schweigen, bedrückt von der Vorstellung.

Was repräsentieren die Golfbälle wirklich?

Die Golfbälle repräsentieren unsere tiefen Bedürfnisse. Oft richten wir jedoch unsere Aufmerksamkeit auf Ziele, die nebensächlich sind. Durch Medien, Arbeitskollegen und auch Freunde fokussieren wir uns auf materielle Dinge, die nur kurz zu unserem Glück beitragen.

Es ist leicht sich in diesen Nichtigkeiten zu verlieren. Tun Sie es nicht und fragen Sie sich, was sie wirklich wollen.

Am Ende des Lebens werden wir nicht bereuen, ein schnelleres Auto oder ein schickeres Handy besessen zu haben…

Professor, Golfbälle, Sand… und Bier?

Einer der Studenten erhob die Hand und wollte wissen, was denn das Bier repräsentieren soll. Der Professor schmunzelte: „Ich bin froh, dass Sie das fragen. Es ist dafür da, Ihnen zu zeigen, dass, egal wie schwierig Ihr Leben auch sein mag, es immer noch Platz hat für ein oder zwei Bierchen.“ 😉

©Stephen R. Covey


Ach, und bitte tun Sie mir den gefallen: Scrollen Sie die nachfolgende Präsentation "gegen Hetze in uns" nicht mit Hetze in sich durch, also nicht schnell, nervös, hektisch. Sie werden sie nicht verstehen, für Quatsch halten, sich ärgern und damit das Gegenteil von dem erreicht haben, was Ihnen ansonsten gut getan hätte. Nämlich ein Moment der Betrachtung: Ihres vielleicht leider inneren Trümmerhaufens. Doch das halten Sie jetzt für eine Beleidigung. Na gut. Dann ist es eben so. Sie haben Ihren geliebten Stress und ich meine Ruhe. Wiederseh'n!

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