Alltags-Philosophie

SLOW DOWN

Die Folgen des Zeitgeistes „Ich, jetzt, hier, alles“

Ausgangslage, Postulat:

 

*** Je digital-elektronischer, vernetzt-computerisierter die Welt wird, desto ,verrückter‘ werden die Menschen, desto mehr leiden sie unter der Komplexität aller Lebens- und Arbeitsbereiche. Sie halten die Belastungen nicht mehr aus, die sich aus der immerwährenden Gleichzeitigkeit einer zunehmenden Vielfalt ergeben. Sie „drehen durch“. 

 

*** Die Dyssynchronisation der evolutionsbiologischen Mutation der Eigenschaften des homo sapiens gegenüber dem explosiv-expansiven Aufkommen technischer Innovationen führt zum Kollaps menschlicher Leistungsfähigkeit. Jeder einzelne ist im Beruf wie im Privaten völlig überfordert. Weil man einer „Technik von Morgen“ ausgesetzt ist, aber sich nicht anders verhalten kann wie auch die Menschen in der Steinzeit – die Gene und damit das Wesen sind noch nicht „umprogrammiert“. 

 

Lösungsansatz:

 

An dieser Stelle wird der Versuch unternommen zu beschreiben, wie eine Philosophie mit Ursprüngen im Himalaya helfen kann (wenn man es will), dem Getriebensein zu entkommen und trotzdem voll im Leben dabei zu sein. Zur Beruhigung, mit „Religion“ hat das ganze nichts zu tun, auch wenn davon die Rede sein wird. 

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Vorübergehend

Heute Hype. Morgen vergessen.

Erinnern Sie sich noch an Damenstrumpfhosen mit Naht und Maschenaufnahme-Annahmestellen in vielen Läden der Stadt? War mal Tagesgespräch, längst vergessen. Oder Hula-Hoop-Reifen: täglicher Wahnsinn, inzwischen kennt's kaum noch einer. Pokemon-Go, vor kurzem stand's täglich in der Zeitung – und wo ist es geblieben? Wir waren verrückt auf die Beatles, heute spielt man sie als Klassiker mal nebenbei. Jede Familie, die bürgerlich war und auf sich hielt, brauchte ein Dinett, einen Servierwagen. In Zeiten der Mikrowelle längst out. Man ging auch einst zum Fußballspielgucken mit Krawatte und Hut. Hihi, wie lustig. Eben: Die Dinge, die Moden, die Gewohnheiten kommen, bleiben mehr oder weniger kurz oder lange, sind dann vorbei, vergessen, nur noch lustige Nostalgie. 

Ich wünschte, eine solche vorübergehende Aufregung sei Trump, Donald. Heute Star, morgen dunkles Vergessen. Wie gesagt, ich wünsche es mir, das muss doch noch erlaubt sein, oder?

So herum, oder eher umgekehrt ???

Das lese ich in der FAZ:

Je reicher, desto raffgieriger. Gäste in Fünfsternehotels lassen aus dem Hotelzimmer nicht einfach nur Kleiderbügel und Handtücher mitgehen. Sie schöpfen aus dem Vollen, als gehöre ihnen die Welt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie ein Kunstgemälde aus dem Zimmer in ihrem Koffer verschwinden lassen, ist mehr als viermal höher, als selbige unter den Gästen in einfachen Viersternehotels. Achtmal so wahrscheinlich ist es, dass Luxushotelgäste einen Tablet-Computer aus dem Hotelinventar einsacken, und sogar neunmal so wahrscheinlich, dass sie beim Anblick eines edlen Fernsehgeräts nicht widerstehen können. Gern genommen wird von dieser Klientel auch die Kaffeemaschine oder das Silbergeschirr. So viel zum moralischen Zustand der vermögenden Oberschichten (jener Eliten, die ihren Mitarbeitern aus der unteren Etage den Prozess machen, wenn sie unerlaubterweise eine Frikadelle vom Buffet des Vortags essen). Die Angaben stammen von den Hoteliers, die anonymisiert ihre Häkchen hinter die Fragen setzten. Mehr als neunhundert nahmen an der Umfrage eines Anbieters mit dem Namen „Wellness Heaven“ teil. Nicht oft, aber dennoch geschah es demnach, dass sogenannte Hotelgäste die Badarmaturen abschraubten oder einen Toilettensitz demontierten, weil er bequemer schien als der häusliche.

F.A.Z. online, 15.7.16

Autor: Jan Grossarth, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

Und stelle mir nur eine einzige Frage, schon alleine aus meiner beruflichen und Lebens-Erfahrung:

Nicht alle Gäste klauen, schon gar nicht "alle, die reich sind" oder alle, die sich 5*-Hotels leisten können oder mögen. 

 

Aber viele von denen mögen deshalb das Geld oder die Macht haben, das Geld sich zu nehmen und fürs Hotel auszugeben, weil sie auch sonst, beruflich, geschäftlich, im allgemeinen - - - ja, klauen!

Nehmen, was anderen gehört, was andere geschaffen, was moralisch-ethisch und nach logischer Gerechtigkeit anderen zusteht. 

 

Diese Leute, die das Maß für alles verloren haben, was "mein und dein" angeht, sind so selten nicht, als dass es nicht wert wäre, darüber zu reden. 

 

Nicht jeder Manager ist per se ein Egoist, aber meine Beobachtung ist, ohne Egoist zu sein, bekommt man nur extrem selten eine führende Position.

 

Unternehmer sind per se keine Ausbeuter. Aber davon leben, was andere schaffen – ja, eigentlich tun sie es alle; wie sollte es denn auch (im Kapitalismus) anders gehen ???

 

Und es ist kein Kalauer, die links geschilderten Diebe werden unisono sagen: "Wieso geklaut? Ich hab's doch – mit dem Zimmerpreis – bezahlt!". 


Künstliche Intelligenz ./. natürliche Dummheit

Wie Menschen den Maschinen unterlegen sind ???

Ich höre es (fast) täglich. Und das seit gut und gerne dreißig Jahren. Ja, nein, man könne es nicht, haha, ne nee, wäre ja alles viel zu kompliziert. Wenn Manager, die Konzerne leiten, offenbaren, dass sie nicht in der Lage sind, einen Videorekorder zu bedienen. Oder Politiker, die über unser Schicksal entscheiden, und beim Handy wie die Deppen versagen. Oder ansonsten sich für klug ausgebende, klug haltende Menschen, die frech-fröhlich-feist grinsend schwabulieren: "Mit den Computern kann ich mich nicht aus". Jedenfalls nicht so gut wie das vierjährige Enkelkind. 

 

Deppen, Trottel, Schwachköpfe – ringsumher. Obwohl es ansonsten die ganz normalen Menschen sind, leitende Persönlichkeiten, angesehene Mitglieder der Gesellschaft. Die durchaus wissen, warum der Bundestrainer beim Fußballländerspiel besser X hätte hinten links spielen und vorne rechts die Flügel hätte öffnen müssen; angeblich jedenfalls wissen. Leute, die richtige Autos fahren, oder ersatzweise einen Audi. Die eine Skiausrüstung vom Feinsten haben, aber nur, um sich damit abends an der Apréskibar zu besaufen. Jedoch Windows oder Linux, Apple oder PDF, JPG-Komprimierung oder eingebettetes Farbprofil – ?! Hä, was ... ???

 

Dabei reden wir seit den späten 1970er Jahren davon. Von KI und Kybernetik. KI als Künstliche Intelligenz. Gemeint ist ähnliches bis gleiches wie Kybernetik, die Lehre von selbststeuernden (digitalen) Maschinen, vulgo Computer. Dabei steckt hinter allem eigentlich nur eine einzige Vokabel, nämlich Logik; ganz im wortherkünftlichen Sinne, von altgriechisch λογικὴ τέχνη logiké téchnē ‚denkende Kunst‘, ‚Vorgehensweise‘) oder auch Folgerichtigkeit. 

Philosophen, vor allem im buddhistischen Denk-Universum, drücken es als "Ursache & Wirkung" aus. Ja, aber, bitte, da ha'ms wir's doch: Wer kann schon einschätzen, was bewirkt, was er und sie gerade denkt und sagt und tut oder unterlässt ? ! ? !

"Was immer Du tust, bedenke das Ende", quidquid agis, prudenter agas et respice finem. Wer auch nur jemals im Leben eine einzige Programmzeile Software geschrieben hat, weiß, was gemeint ist. Die anderen offensichtlich nicht. Wer programmiert, muss zwangsläufig bedenken, welche Auswirkungen ein Code hat, sonst stürzt das Programm ab oder macht Quatsch. Hat man dies vermieden, hat man ein Problem:

Der Rest der Menschheit tut sich mehrheitlich schwer, es zu verstehen. Fühlt sich oder ist scheinbar der Maschine, dem Computer unterlegen. Menschen, die im Regelfall über hunderte, tausende anderer Menschen in irgendeiner Art und Weise gebieten oder auf ihr Schicksal Einfluss nehmen, stehen plötzlich vor einem simplen Emailprogramm und wissen partout nicht weiter. Sprechen wir erst gar nicht über die Banalitäten des Alltags von kleinen Schulkindern, etwa, ob man etwas besser mit einer WhatApps schickt oder per Facebook, ob man etwas streamt oder per dropbox shared. 

 

Wie kommt es, dass eigentlich doch ganz normale Menschen (in meinem Lebensumkreis) zu hilflosen Strauchlern werden, die "dümmer" sind als ein Computer für ein paar läppische Euro?

 

Des Rätsels Lösung ist einfach: Logik! Nicht der Computer ist schlau, sondern die Programmierer, die dem Gerät Funktionen möglich machen, sind diejenigen, die sozusagen folgebedenkend-schlauer sind als die meisten anderen Menschen. Wer "dümmer" ist wie ein Computer (also etwas nicht versteht, was mit de Kiste machbar wäre, oder wie es machbar gemacht werden sollte), der ist in Wirklichkeit einem anderen Menschen, nämlich einzelnen Programmierern oder riesigen Bataillonen davon unterlegen. Plötzlich trifft man – als unlogischer Mensch – auf Horden von logisch denkenden, zur Logik getrimmten, ausschließlich "wenn – dann – sonst" denkenden Informatikern ("wenn-dann-sonst" ist sozusagen die Mutter aller Logikbefehle beim Programmieren). Nicht Mensch gegen Maschine ist der "Kampf", sondern Chaoten versus Pedanten. 

Und wie das ausgeht, weiß man ja: immer im Streit. Nur, dass die Programmierer und ihre Computer immer recht haben, immer, und die User, die Chaoten, immer auf die blöden Computer schimpfen, immer. 

Was wunder, wenn in Kreisen von Computer-/Software-Programmierern eine völlig unabhängige Prüfregel existiert, die jeder, der auch nur eine einzige Ziele Code schreibt, beherzigen muss: Was immer Du tust, bedenke den Dau. Eben, damit es kein GAU wird, kein Größter Anzunehmende Unfall. 

DAU, der dööööfste anzunehmende User. Und davon gibt es, glaube ich, unglaublich viele. Eben das ist ja der eigentliche GAU.

 

Unser Zeit-Dilemma

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Kann man Menschen wirklich verstehen? JA.

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Dadaismus. Ein Bekenntnis.

Wieviel Ordnung braucht der Mensch?

Ganz viel Ordnung braucht ein Mensch. Nämlich die totale in seinem Kopf. Die eine, SEINE Ordnung. Und jeder Mensch braucht eine andere. Woraus sich ergibt: nichts auf der Welt ist in den Köpfen der Menschen in Ordnung, jedenfalls nicht in einer, die alle Menschen teilen. 

Wenn es aber keine eine, also sozusagen "abolute" Ordnung geben kann, dann ist auch jeder Versuch, eine Ordnung als "in Ordnung" zu erklären – was soviel meint wie "so ist es richtig" – in sich widersinnig, widerlegt sich selbst. Es ist eine Retorsion, wörtlich: dreht sich in sich selbst um. Wer also Strukturen, Ordnungen, Regeln behaupten und durchsetzen will, muss sich bewusst sein, dass es immer nur solche in seiner Sicht, seinem Denken, seinem Wissen, seiner Logik, seiner Erlebniswelt sind. Weshalb sie keine allgemeine Bedeutung haben können. 

Wer Dada ernst nimmt, hat schon verloren.

Wer ihn nicht ernst nimmt, erst recht.

Wikipedia sagt:

«Dadaismus oder Dada war eine künstlerische und literarische Bewegung, die 1916 von Hugo Ball, Emmy Hennings, Tristan Tzara, Richard Huelsenbeck, Marcel Janco undHans Arp in Zürich gegründet wurde und sich durch Ablehnung „konventioneller“ Kunst bzw. Kunstformen – die oft parodiert wurden – und bürgerlicher Ideale auszeichnete.

Der Begriff Dada(ismus) steht im Sinne der Künstler für totalen Zweifel an allem, absoluten Individualismus und die Zerstörung von gefestigten Idealen und Normen. Man ersetzte die durch Disziplin und die gesellschaftliche Moral bestimmten künstlerischen Verfahren durch einfache, willkürliche, meist zufallsgesteuerte Aktionen in Bild und Wort. Die Dadaisten beharrten darauf, dass Dada(ismus) nicht definierbar sei.»

Dem schließe ich mich an. Das geht völlig in Ordnung. Dazu bekenne ich mich ...  :-))



DADA ist überall

Es gibt bekennende Dadaisten. Wie mich. Und solche, die sind es, und wissen es nicht. Das sind die meisten, um nicht zu sagen, alle, außer den Bekennenden. Sie meinen zwar wieder Sinn, produzieren aber Widersinn. 

 

Was mir so auf viel an schreib "Fehler"n und publi ziertem Kwatsch trage ich Mahl Pö-a-pö zu sammen.

 

Oder sammel Spry-Che und zieh Tate, zu wessen Menschen auch immer Vergnügen. 


Worte, die ich selbst so nie sagen wollte, es aber tat:

 

Schnell, schnell,
wer entschleunigt mich?

 

Herr Doktor, ich bin glücklich.
Was mache ich falsch?

 

Keiner mag mich leiden,

Du dumme Sau. 

 

Kannst du bitte

rasch mal warten?!

 

Ich bin nicht betrunken. 

Mich macht nur der Alkohol fertig.

 

Natürlich habe ich recht.
Wie sollte ich sonst

geistig klarkommen?

 

Dick werden ist kein Problem.

Nur die Textilindustrie versagt. 

 

Was ich kann, weiß ich.

Wer will das schon wissen können?

 

Um es mal ganz einfach zu sagen:

Alles ist so kompliziert!

 

Gestern hatte ich noch Probleme. 

Heute habe ich mich daran gewöhnt. 

 

Gibt es eigentlich noch normale Menschen?

Ich glaube, das wäre ziemlich ungewöhnlich.

 

Natürlich weiß ich alles besser als andere. 
Weshalb sie genau das nicht wissen können.

 

Mal ehrlich, lieber verkünde ich die absolute Wahrheit
als eine relative Dummheit, oder?!

 

Warum ich mich ständig selbst lobe?
Ist das klar – sonst tut's doch keiner!

Nur mal so ein Beispiel ...

Da gibt es in Solingen eine ernstzunehmende Wochenzeitung. Die berichtet auf der Titelseite über einen Ehrenpreis für eine ehrenwerte Mitbürgerin. Super. Toll.

Bis dann die Normalität, der Alltag und ein Computer zuschlägt, mit seinem verflixten Trennalgorithmus (den er dann wohl auch zu Trennal—gor—ithmus machen würde). Die hier lebende, ursprünglich Anderssprachige spricht nun gut Deutsch, die Zeitung und ihr Computer können's nicht.

Und wem dieser äußerst peinliche Fehler unterlaufen ist, das lassen wir mal dahingestellt. Ich jedenfalls struller mich erst mal nass, weil solche Klöpse passieren auch mir dauernd  – autsch :-((


Industrie 4.0: Ein alter Hut. Seit 100 Jahren unverstanden.

Kommt davon, wenn man Kybernetik nicht erst nimmt.

Erstens:

Als Wort ein Hype, als Szenario eine scheinbare weltuntergangsgleiche Bedrohung. Ist jetzt das Ende des arbeitenden Menschen gekommen. Überrollen uns Computer? Sind es die neuen Medien, oder die Handys, oder das Internet und überhaupt – was ist denn Industrie 4.0?

 

Ein Begriff, der so sinnleer (um nicht zu sagen blödsinnig ist) wie manches, das aus modischen Gründen gerade mal hip ist. Die ständigen Upgrades der Software waren irgendwann mal Vorbild für eine Zählung weiterer epochaler Sprünge – wobei die Spanne einer Epoche von einst mindestens Jahrzehnte auf oft nur wenige Jahre geschrumpft ist. 

 

Industrie 4.0 hat auch einen anderen Namen, der könnte hilfreich sein, für die meisten verwirrt er jedoch noch mehr: Das Internet der Dinge. Gemeint ist etwas, was es heute schon längst gibt, jedoch von nicht analytisch denkenden Menschen nicht wahrgenommen wird: Auf der Basis einer Vernetzung (egal, wie diese digital-elektronisch und funktional-technisch aussieht) werden Informations- und Sensor-Impulse bzw. -Werte mittels Software (also festen Algorithmen, definierten Regeln) zu „Befehlen“ für Aktionen: „Roboter“ bewirken irgendetwas, sie „tun“, was sie laut Programm tun sollen. 

 

Jede Waschmaschine, die man kauft, ist Industrie 4.0 und Kybernetik, ein selbstregelndes System. Schon lange. Und jedes Flugzeug, dem man sich anvertraut, auch – oder der IC-Steuerkopf bei der Bahn. Ach ja, jedes seit 10 Jahren gekaufte „stinknormale“ Auto übrigens auch: Da greift kein Mensch mehr ein, um die Feinsteuerung der Antiblockierbremsen vorzunehmen, das geht im Hundertstelsekunden-Takt vollautomatisch. 

 

 

Nur: derzeit muss man den Fuss auf einen Hebel setzen, um die Bremse auszulösen. Industrie 4.0 schlägt vor, dass dies ein Sensor oder viele davon machen. Das selbstfahrende Auto eben. Was es übrigens auch schon ziemlich lange gibt: als Transportwagen bei Güterumschlagplätzen (z. B. Containerhäfen) und in Regallagern und dergleichen. In jeder modernen Apotheke auch, wo schwuppdiwupp das Medikament durch ein Rohr herangerauscht kommt. 

Zweitens:

Hinter allem steht die Idee und der Begriff der Kybernetik – der „Herrschaft des Steuerns“. Auf gut deutsch: Wer hat das Sagen, um einen Befehl auszulösen. Vor allem aber, Kybernetik ist nichts Technisches; die intellektuellen Diskussionen der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts haben den Begriff deshalb mit großem Enthusiasmus durchdekliniert – aber wer denkt und diskutiert heute noch intellektuell? Erst 40 Jahre her – und schon wieder vergessen. Damals, es klingt makaber, war man geistig viel weiter mit Industrie 4.0 als man es heute ist. 

 

 

Kybernetik gilt auch für Vogelschwärme und Volkswirtschaften, für Mode und Kriege, für jeden Garten, Wald, Wiese oder sonstige Biotop; für Regierungen und Parteien, Religionen und andere gesellschaftliche Strömungen. Wer hat das sagen? Wer sagt dem Fisch- oder Vogelschwarm, ob rechts- oder linksrum? Keiner! Der Schwarm steuert sich selbst. Und, ach nee, ach ja, siehe da: Derzeit fabulieren selbsternannte neunmalkluge Unternehmensberater-Gurus über Schwarm-Intelligenz von Unternehmungen. So’n Stuss aber auch, weil jedes Gebilde von mehr als einem Ding war schon immer Schwarm – ein Pingpongspiel der Anstöße zu Aktivitäten. Kann ja sein, dass in einem Biotop (im Garten, im Wald) sich die eine Pflanze(nart) gegenüber anderen durchsetzt – doch ohne deren Anwesenheit oder Vergehen, ohne unglaublich komplexe chemische Regelkreise wäre die dominante niemals eine solche geworden. Das gilt auch für Regierungen und jedes wirtschaftliche Unternehmen, jede Organisation: Aufstieg ist immer nur auf den Schultern anderer möglich. 


Nur hat sich eben die Technik insgesamt so verändert, dass im Sinne von Kybernetik (Herrschaft über Steuerungs-Impulse) eine in der Tat grundlegende Veränderung eintreten kann. Galt mehrheitlich bislang der Grundsatz, Menschen seien die letztendlichen Entscheider, so kann man nun die Entscheidung – – wollten Sie gerade sagen, Computern übertragen?

 

Welch eine tragische Blindheit! Denn mindestens noch einige Jahrzehnte werden wir definitiv nicht die sich selbst programmierenden „Roboter“ und damit Software, Computer haben. Das, was programmiert wird, stammt (jetzt und noch lange) aus Gehirnen lebender Menschen oder Aufzeichnungen verstorbener. Insofern reagieren alle Computer total „human“. 

 

Die Art oder die Orte, die „Herrschaft“ der menschlichen Impulsgebung haben sich verändert. Grundlegend – so dass wir es fast wie eine 180°-Wendung empfinden. Beispiel: Ein Flugzeug fliegt durch unruhiges Wetter, der Pilot „rudert“ am Steuerknüppel; diese Impulse werden zu Sensoren und Motoren übertragen, längst nicht mehr durch Seile direkte, sondern digitale Impulse indirekt. Aber es bleibt: Der Pilot gibt das Kommando (vor), die Maschine führt aus. Dies gilt oder galt im übrigens so eigentlich für alle Maschinen und maschinelle Systeme, egal, was ihre Funktion ist. 

 

 

Nun aber sitzen Hunderte von Fachleute, unter ihnen Piloten, zusammen und definieren, wie ein Flugzeug reagieren soll, wenn es durch schlechtes Wetter fließt. Hier nennt man es dann „Programmieren“, der relativ normale, selbstverständlich scheinende Ausdruck dafür ist übrigens Lehren & Lernen. Auch in einem (guten) Unterricht gibt der Lehrer Regeln vor, was wann wie richtig sei, und Schüler lernen es. Ersetzen Sie „Schüler“ durch „Software“, und sie haben für den Rest Ihres Lebens Kybernetik plus Industrie 4.0 verstanden. 

Photo: Wikipedia
Photo: Wikipedia

Also, schlussendlich:

Industrie 4.0 meint, es werden Regeln, die sich Menschen ausdenken, der Software und damit den Maschinen, Robotern, komplexen „biotopischen industriellen Systemen“ regelrecht beigebracht, eingepaukt – programmiert! Die Intelligenz einzelner Fachleute wird – siehe Schwarmintelligenz – gebündelt und verstärkt Programmen auf den Weg gegeben. 

 

Nun sitzt der Pilot gemütlich und regungslos im Cockpit, die Maschine arbeitet völlig souverän selbst schwerstes Wetter ab. Und wozu sitzt der Avionaut noch vorne? Nur aus dem Grund, damit die Passagiere keine Angst haben. Denn im Notfall besteht ohnehin null Chance auf Eingreifen durch Menschen, das zeigen die Untersuchungsergebnisse fataler Chrashs gleich reihenweise.

 

 

Seinen Sie doch froh, dass Ihre Waschmaschine weiß oder selbst herausfindet, wie die Hemden zu waschen sind. Sonst blieben sie schmutzig oder schrumpfen, knittern. Warum müssen Sie unbedingt selbst herausfinden, dass der Joghurt im Kühlschrank alle ist und die Babywindel voller Nässe? Lassen Sie das doch Industrie 4.0, Sensoren, Robotern, selbststeuernden Systemen, Informations- und Kommunikations-Cluster selbst machen – nebst entsprechender Reaktion: Fernsehprogramm unterbrechen, Banner einblenden: „Baby wickeln!“ – Postbote klingelt, die neue 12er Packung Joghurt ist da, obwohl Sie noch gar nicht entdeckt hatten, dass … – so und nicht anders, auf allen Gebieten, vor allem komplexen, „geht“ Industrie 4.0

Das elende Problem, das wir immer wieder haben: wir nehmen Anfänge nicht ernst. Microsoft und Apple in ihrer Gründungsphase. Ein paar Freaks, ein paar Spinner. Oder Mark Zuckerberg, oder Adobe: Eine handvoll Menschen hat die Welt verändert. Ach was, sie haben gerade erst begonnen, die Welt zu verändern!

.... .... uuuund –– ich ?????

Muss man Angst davor haben, nun arbeitslos zu werden? Es ist nicht zu beobachten, dass Frauen nun massenhaft vor Langeweile sterben, nur weil sie seit einigen Jahrzehnten die Wäsche in einem Zehntel der Zeit erledigt haben als noch Jahre zuvor. Es ist nicht eingetreten, dass Männer auswandern, nur weil sie nicht mehr 60 Wochenstunden am Hochofen stehen, sondern nominell 40 Stunden im Büro sind (was soviel heißt wie permanent 60 Stunden unterwegs). Will sagen: Es wird doch keiner arbeitslos, nur Art und Sinn, Inhalt und Nutzen von Arbeit verschieben sich sehr radikal, fundamentär, rigoros und vehement. 

 

Nachdem Maschinen die Überwachung von Menschenleben auf medizinischen Intensivstationen übernommen haben, kann man einen Fehler machen oder human sein. Der Fehler: Nun kann ein Arzt und eine Pflegeperson drei-, vier-, sechsmal so viele Patienten betreuen. Womit Ärzte und Pflegepersonal „überflüssig“ werden. Oder man kann die Arbeitsentlastung als Chance sehen, endlich zu tun, was „auf der Strecke geblieben ist“: psychologische Betreuung von Patienten und Angehörigen, viel bessere physiologische Konditionierungen im Genesungsprozess. 

 

Wer in der Produktion Personal spart, hat es für Service übrig – das ist die Generalformel, die hinter allem (in Verbindung mit Industrie 4.0) steckt. Das ist eine Frage von Konzept und Moral, von Cleverness und Weitsicht. Insofern ist Industrie 4.0 eine Befreiung von sklavischer, eintöniger, belastender Arbeit und Schaffen von Freiräumen für Kreativität und (wieder mehr) unmittelbare Kontakte und total entspanntes Arbeiten – so man es will oder noch kann, weil man über Jahrzehnte selbst zur dumpfen Arbeitsmaschine umerzogen wurde. Als makabres Bonmot ergibt sich daraus: Vor Industrie 4.0 haben alle Angst, denen klar ist, dass sie nichts können, was nicht auch eine Maschine, eine Software, eine Steuerungseinheit mit Sensoren, Chips und Drähten könnte. 

 

 

Doch wer kreativ ist, phantasievoll, offen für Neues und neugierig, was man noch alles erreichen kann, wenn man nicht durch Arbeiten daran gehemmt ist, für den ist Industrie 4.0 das Paradies. Weil alle Phantasie dann in einem höheren Maße als bisher in Realität verwandelt werden kann. Weil man als einzelner in der Lage ist zu erreichen, wozu es ehedem vieler bedurfte. Man hat immer mächtigere „Waffen“ im Sinne von Werkzeugen, die mehr können, als Geist und Körperlichkeit einer einzelnen Person bewerkstelligen könnten. In Kombination mit heute verfügbaren gigantischen Innovationen – genannt seien als Beispiele die Medientechnik und 3D-Proto-Modelling (bekannt als 3D-„Drucken“) – lassen sich damit Dinge machen, die niemals zuvor möglich waren. Eine total gigantische Chance …. !


 

Industrie 4.0 ist nicht neu. Doch die derzeitige Hysterie zeigt (wieder einmal), was passiert, wenn man schleichende Entwicklungen und scheinbar exotische Themengebiete schlichtweg über Jahrzehnte ignoriert. Dann wird man davon eines Tages total überrannt. Nicht Industrie 4.0 ist die Bedrohung, vor der wir stehen, sondern unsere eigenen gesellschaftspolitischen Versäumnisse, uns intensiv mit zukünftigen Entwicklungen frühzeitig auseinanderzusetzen. 

 

Solange in unserem System Lehrer Schüler unterrichten, die selbst niemals praktisches Arbeiten gelernt haben – geschweige denn Kybernetik! –, solange es Politiker gibt, die auf lokaler Ebene Städte fordern, die so sind wie früher und damit lebensunfähig, solange Gewerkschafter von ihren alten, längst nicht mehr existenten Berufen geprägt sind und nicht ein Studium der Futurologie durchlaufen haben (was immer das sein mag), solange wir mehrheitlich glauben, was ein Mensch weiß, sei nicht in Software zu formulieren, solange wir Computer als etwas betrachten, was nur unser Werkzeug und Hilfsmittel und nicht der Kern unserer Aktivität, Mobilität, Vitalität sind, solange werden wir über Industrie 4.0 völlig falsch diskutieren und sie niemals begreifen. 

 

Machen Sie ein Gedankenexperiment: Sie sind Königin, König, allein regierender Potentat in einem riesigen, reichen Land und haben beliebig viele Diener, Handwerker, Wissenschafter zur Verfügung. Was fangen Sie damit an? Was sind die Werke, die Sie initiieren?

Solange Sie diese Frage nicht beantworten können, werden Sie an Industrie 4.0 verzweifeln und nicht begreifen, was Sie Ihnen nutz. Die experimentelle Frage ist auch keine Kinderei, sondern ein Test, ob Sie noch zukünftig Management-Qualifizierung haben. Wer, was auf einen zukommt, nicht als Chance begreift – wie soll dieser Mensch andere begeistern und führen können, an der Nutzung der Möglichkeiten teilhaben?

 

Dass Industrie 4.0 vor allem für wenig qualifizierte Menschen, früher „Hilfsarbeiter“ genannt, keine bis kaum Verwendung hat, ist seit 40 Jahren und länger definitiv bekannt. Es ist nicht zu erkennen, dass in unserem Land in dieser Zeit eine ernsthafte, anhaltende Gestaltungs-Diskussion stattgefunden hätte, wie wir mit diesem gesellschaftspolitischen Zündstoff umgehen wollen, wie wir uns darauf vorbereiten, dass „Arbeiten“ in Zukunft nicht mehr die Art ist, Geld zu verdienen. Sondern „arbeiten lassen“. 

 

 

Über was beschweren wir uns, wenn wir nun von Industrie 4.0 sozusagen überrascht werden und erschrocken? Über nichts anderes als unsere eigenen Versäumnisse.  


Jung. Alt. Mann. Frau. Denkend. Doof. 

Männer und Frauen, ein beliebtes Thema, um Witze zu reißen, die dann dazu führen, dass man unreparierbar in Streit und Zwist gerät. Alt und jung auch. 

 

Die Jungen, die ja nichts können, jedenfalls nicht so richtig, sagen die Alten. Und die verknöcherten Alten, total unflexibel, längst von der Realität abgekoppelt, empfinden es – zumindest manche – Junge. 

 

Vielleicht ist manchmal unflexibel ja gar nicht so übel. Wenn es darum geht, auch Versuchungen eines nur allzu leichtfertig „ach, könn’ wa ja mal probieren“ Schlingerkurses – oder sinnleerer Neuerungen, die nur den Zweck haben, neu und sonst nichts zu sein. 

 

Und dass die Jungen oft weniger können als die Alten – wer wollte es bestreiten? Ein Baum im Frühjahr sieht wunderschön aus, mit all seinen Blüten. Allein, er trägt keine Früchte. Und im Herbst, wenn sie reif sind, will der Baum partout nicht mehr so richtig grünen, eher welkt er schon. Aber eben: Früchte hat er. 

 

Und so werden sie wohl ewig sein, die Konflikte. In den Meetings. In den Familien. In der Gesellschaft. Da verkünden die jüngeren stolz, was sie sich ausgedacht haben. Und den älteren grausts, weil es sie daran erinnert, genau damit schon einmal gescheitert zu sein. Klar, wer älter ist, möchte, was er erreicht hat, nicht mehr experimentell aufs Spiel setzen. Eher dran festhalten – bis es oft zu spät, viel zu spät ist. 

 

Und wer jung ist, kann nicht unbedingt wissen, was sich bewährt hat und was einer ständigen Anpassung bedarf, für jüngere Menschen ist alles oft aufregend herausfordert. Eine Chance. Für ältere kann gleiches eine Bedrohung sein, eine Gefahr, vor der man meint, intensiv warnen zu müssen. Was einem dann als Starrsinn und Uneinsichtigkeit ausgelegt wird. Nun, wer noch nie im Kampf gestorben ist, weiß nicht, wie gefährlich kämpfen sein kann und wird es munter-unbesorgt angehen. 

 

Frauenquote, um das eine Streitthema aufzugreifen, ist ja der längst nicht unbedingt geglückte Versuch, Können und Geschicklichkeit, Wissen und Geisteskraft an körperlichen Eigenschaften festzumachen. Aber sie ist politisch korrekt, das zumindest. 

 

Fehlt noch, dass wir jetzt eine Altenquote oder umgekehrt eine U25-Quote bekommen, in allen Gremien, Geschäftsleitungen, Entwicklungsabteilungen und überall da, wo entschieden werden muss. 

 

 

Dann würde zwar alles anders. Aber wer für den Schaden aufkommt, sollte vorher geklärt sein. 

Das Dumme an der Dummheit: sie bleibt.

Erst versagen wir Bildung. Dann verlangen wir panisch danach.

 

Was Deutschland angeht, kann man Ross und Reiter benennen. Es waren die initiativen GRÜNEN, die (einst und noch immer) verlangten und verlangen, Bildung, Schulabschluss, Kenntnis-Niveau müssten nicht objektiv determiniert, sondern dem Leistungsvermögen der Schüler, Lernenden angepasst werden. Noch heute gilt als politisch völlig korrekt, dass auch mental behinderte Menschen durchaus ein Abitur machen und haben sollen, dürfen, müssten ...

Und Rechtschreibung? Pah, allez nurr Tsöik von gäßtern, Mus mahn nicght habn, iss Über flüsig.

 

Die Linke(n), die ja aus revolutionären Anfängen wissen müsste(n), dass die Befreiung aus Abhängigkeit für des Proletariats (also der Bürger- und Arbeiterschaft) nur – und zwar nur! – Bildung heißen kann, schauten und stimmten ungebildet-trottelig dem Bildungsverfall zu. Gewerkschaften mahnten Qualifikation an. Geschehen ist kaum etwas, was über das persönliche Bestreben der Individuen hinausgeht. 

 

Und die so genannte Bürgerliche Mitte, jene Masse aus aus Angst Schweigenden, aus Furcht Feigen und aus Lethargie Wegschauenden kümmerte sich erst gar nicht um die Misere, die seit Jahren, Jahrzehnten erkennbar und von Mal zu Mal deutlicher, dramatischer, folgenschwerer wurde. 

 

War denn – oder ist – Liberalismus, ein „weniger strenges“ und „integratives“ Lernen so verkehrt? Zwischen Idee und Ausführung kann es Diskrepanzen geben: Gut gedacht ist noch nicht automatisch auch gut gemacht. Manch Wünschenswertes kann auch unmöglich zu erreichen sein. So wie auch manch unmöglich Erscheinendes zuweilen möglich gemacht werden kann. 

 

Das Prinzip Meister & Schüler, Lehrender und Lernender, ist ja weder deutsch noch europäisch, nicht neu und schon gar nicht nur ein phantasiertes Gesetz. Es ist  eine uralte Erfahrung. Sie existiert in vielen, so gut wie allen (bisherigen) Kulturen, hat sich bewährt und entspricht Logik und Vernunft. Schüler, die das Recht haben, ihr Nichtwissen als überflüssig zu ignorieren, müssen zwangsweise partiell bis prinzipiell unwissend bleiben – mithin dümmer, als es sein muss.

 

Lernen, das ist (auch) Quälerei in jungen Jahren, die momentane Unlust zu überwinden. Es ist so unvermeidlich und eine unausweichliche Pein, wie Knochenreißen und mentale Langsamkeit, die viele im Alter überkommt. Man kann das eine weder im Alter abwählen, noch sollte man das andere in der Jugend ermöglichen. 

 

Nun haben wir es, ein dummes Volk, das weder richtig schreiben, geschweige denn noch mehrheitlich Kopfrechnen kann, die nicht wissen, ob Jesus der Schwiegersohn von Hitler ist und ob Erich Honnecker in der DDR-Fußballnationalmannschaft ein Tor gegen die BRD-Elf von Helmut Schmidt oder Schön oder so geschossen hat oder der erste Astronaut war, der mit einem Hund im Weltall spazieren ging. 

Die vom Grundgesetz so viel kennen wie von der Überlegung, ob Antimaterie nach der Einsteinschen Relativitätstheorie eine negative oder keine Masse haben darf und kann. 

 

Will sagen: Wissen hat für erstaunlich viele Menschen keinen Wert mehr. Man kann sich ja sogar fast-nicht-schreibend und fast-nichts-wissend bis zum Abitur durchschlagen. 
Und was von den Unis kommt, scheint auch nicht unbedingt notwendigerweise ein Studium hinter sich zu haben, denken vor allem die Lebensälteren. 

 

Darüber hinaus, Demokratie, das ist für die meisten kein Rechtssystem, für das in vergangenen Zeiten summa summarum Millionen von Menschen gestorben, elend krepiert sind, weil es als höchstes aller Ideale galt und gilt. Sondern der Anspruch, Geld zu bekommen, wenn man zu faul oder unfähig ist, zu arbeiten. 

 

In deutscher Sprache, zart und fein, einfühlsam und ausdrucksstark, die Empfindsamkeit der Seele ebenso ausdrückend wie Sachverhalte klar und eindeutig benennend, haben Tausende von Denkern und Dichtern geistigen Reichtum und eine schier unerschöpfliche Quelle der Anregung und Blickfeld-Erweiterung geschaffen und hinterlassen. Allein – das ist verschwunden; in dem Sinne, dass es nur noch wenigen Verbliebenen von Vokabular und Sensitivität für Worte her erhalten blieb und intellektuell zugänglich ist.

 

Der Rest des Volkes bellt, nuschelt, beschränkt sich auf weniger als 500 Worte, spuckt Vokabeln daher wie ekelhaften Rotz. Unsere Schrift- und Sprachkultur – tot, weitgehend und weit gehend zugleich (Bravo dem, der den Unterschied begreift). 

 

Mit dem Verständnis für (differenzierte) Sprache ging auch das (gegenseitige) Verstehen verloren. Das ist eine Katastrophe, der perfekte Horror. Wir schwätzen zwar immer noch, manchmal auch immer mehr – doch zunehmend reden wir aneinander vorbei.
Im Informations- und Kommunikations-Zeitalter ging uns wegen des Verlustes der Kunst, mit Worten zu jonglieren, die Lust verloren, sich auszudrücken und vor allem zuzuhören!

 

Wer von außerhalb Deutschlands hierhin kommt, von dem wird erwartet, Deutsch zu können. Aber nicht, deutsch zu denken – oder der Deutschen Denken verstehen zu wollen. Und ginge es danach, dass ausgewiesen wird, wer nicht richtig Deutsch kann – mehr als die Hälfte der Deutschen hätten das Land zu verlassen. 

 

Der Staat wollte Doofe, nun hat er sie. Und mit den Nichtwissenden kam wieder politischer Extremismus, wurde Toleranz in weiten Teilen durch Intoleranz verdrängt, war Zoff statt Friedfertigkeit an der Tagesordnung. Frechheit siegt, Wissen wird verlacht.
Die Opfer von Gewalt und Aversion stellt man nicht selten als Täter – nämlich Provokateure – dar. Indem wir vor Brutalität kuschen, schützen wir die Täter.

 

Das geht bis ins Absurde, Widersinnige, – ja, ins total Blöde: Wir verlangen von den Deutschen, sie sollten alles tun, damit sich die Fremden integrieren (können). Wäre es nicht natürlich, die bewusst hier Einwandernden müssten alles tun, dieses Land zu verstehen, um darin zurecht zu kommen?

Ich spreche nicht von „deutscher Leitkultur“ oder ähnlichem, es geht nicht darum, jemand (anderem und fremden) Deutschtum aufzuzwingen. Es geht um Logik: Nicht Integration ist zu fordern, sondern sprechen, sich ausdrücken, verstehen, differenzieren können, wissend und „klug sein“ ist zu fördern, wer den Schutz der Demokratie und Freiheit in Anspruch nehmen will. Dass dazu Hilfen geboten werden müssen, ist so selbstverständlich, dass es eigentlich gar nicht erwähnt werden müsste. 

 

Die Welt steht Kopf. Und kaum einer merkt's. Oder will nicht wahrhaben, dass die Dummheit, die viele mit Stolz vor sich hertragen, eine echte, keine gespielte ist. Noch halten Bürgerliche und gutgläubig positiv Denkende die Krakeler für Menschen, die wie in einem gelegentlichen Alk-Rausch ein wenig benommen sind und dann wieder zu sich kommen. Noch geht die Regierung davon aus, das Volk zu vertreten ... – der Irrtümer dieser Art werden täglich mehr. 

 

Der Beweise gibt es viele, der Irrwitz hat Methode. Jemand, der nichts tut (also „nichts leistet“, auch weil es ihm verboten, verwehrt sein mag), wird als „Leistungs-Empfänger” bezeichnet. Leistungs-Geber, neuerdings High-Performer genannt, dürfen sich mit dem Burnout zufrieden geben. Man solle nicht alle „in einen Pott werfen“, aber Diskriminierung ist verpönt – wobei Diskriminierung wortwörtlich bedeutet, zu unterscheiden. Eben: weil wir Sprache verhunzen, gehen uns die Vokabeln aus, Sinnhaltiges auszudrücken. 

 

Wie so oft im Leben, eigentlich ist die Lösung des Problems sehr einfach. Wahrscheinlich zu einfach, um es zu verstehen. Das Prinzip der natürlichen Evolution heißt – Darwin hat es formuliert – „Survival of the fittest“ – zu deutsch: es überleben, die am besten (an die Umstände und Verhältnisse) angepasst sind (engl. to fit = anpassen). Alle zusammen sind eine Symbiose, ein Biotop; jeder profitiert von anderen und anderem. Sprichwörtlich: Ein Geben und Nehmen. Krasser: Fressen und gefressen werden. Dabei ist diese Entwicklung keineswegs gesteuert, sondern sich selbst überlassen. Das macht den Erfolg des Prinzips aus – es ist selbst-regulierend. Und genau das ist der entscheidende Punkt: Politik akzeptiert nicht die Selbstregulierung, sondern will regulierend eingreifen. Will Vorteile sichern und Nachteile kleinreden. Das ist, gemessen an dem, was die Natur uns vorgibt, dumm. Noch dümmer ist, dass wir dies einerseits nicht bemerken und andererseits nicht wahrhaben wollen – mehrheitlich jedenfalls. Wir glauben an die Allmacht der menschlichen Gestaltungsmöglichkeiten, und das wiederum ist eine Folge „akademischer Verblödung”, die Lernen und Erkennen oft aufgibt zugunsten des Dogmas, was der Mensch erreichen will, das könne auch geschehen. Übermut statt Demut sozusagen. 

Dass eine soziale Gesellschaft, also ein Staat, nicht reguliert werden kann, sondern die Freiheit der Selbstregulierung braucht, das wurde nie gelehrt. Nun weiß es keiner (kaum einer), und die Folge ist Gewalt; Gewalt, um sein jeweiliges Monopol durchzusetzen.

 

Deutschland ist in Aufruhr. Schon ertönt Geschrei, nun sollen aber mal die Krawallmacher wieder ruhig sein, die Dummdreisten zur Einsicht zurückkehren, die ungehemmt Aggressiven und kriminellen Verbrecher das Böse ihrer Taten bedenken. – – – Ja, wie denn? Wo sollen denn die Nichtwissenden das Wissen hernehmen, um sich selbst erkennen zu können? Wie sollen zu Hass und Gewalt erzogene Menschen (ach ja, bei der Gelegenheit: Danke, Fernsehen und Kino, für 50 Jahre und länger Mord, Totschlag, Krieg, Gewalt, Kampf, Knallerei, Gehässigkeiten ohne Ende, danke, danke, danke!) die Brüderlichkeit einer echten humanen Religion kennen? Islam? Ist das nicht, wenn man Bombengürtel trägt? Christentum, ist das nicht, wenn man Wasser predigt und Wein trinkt? Jüdisches, ist das nicht, andere Völker zu bombardieren? Hinduismus, ist das nicht Gewalt gegen alle und jedes durch brutales Kastenwesen? Buddhismus, ist das nicht dieser lächelnde alte Mann, der für die da ist, die der Welt fliehen wollen? Religion, Philosophie, natürlicher Anstand als Leitlinie – – – wie, wo, wann soll das die Mehrheit der in der Bundesrepublik Deutschland Anwesenden erfahren, gelernt, "eingebläut" bekommen haben?

 

Wir haben der Dummheit Raum gegeben. Nun sind wir – ist Deutschland – ein Raum der Dummheit. 

Wir wollten es so. Zumindest hat es keiner ernsthaft zu verhindern versucht. 

Zu dumm aber auch. 

 

Plötzlich kommen wieder einige Neunmalkluge auf die Idee, man müsse fordern, dass die Dummen der Bildung zugeführt werden. Weil die Dummen denen, die glauben oder hoffen, es nicht zu sein, ganz fürchterlich Angst machen. 

Es gibt nun einmal Situationen, da ist zu spät zu tun, was eigentlich schon längst hätte getan sein müssen. 

Der Bauer, der erst im Herbst die Frühjahrssaat sät, wird wintertags hungern müssen !

Das Wissen der Welt


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Schwachstelle Mensch

Würden Sie in ein Flugzeug steigen und mitfliegen, von dem Sie wissen, dass im Cockpit kein Pilot anwesend ist. Ein Flugzeug, bei dem alles per Computer geregelt wird. Komplett. Natürlich mit einer zigfach abgesicherten Soft- und Hardware-Lösung. Hätten Sie den Mut?


Sollte Ihre Antwort „nein“ heißen, ist das schlecht. Denn wann immer man über die Ursachen von Flugzeugabstürzen liest, ist größtenteils von Pilotenfehlern oder Überforderung der Crew die Rede. Ganz selten nur sind technische Probleme allein der Grund für das Desaster. Die Schwachstelle ist zum Schluss fast immer der Mensch. Fallen mal wirklich die Technik, die Computer komplett aus, sind die Piloten auch nicht (mehr) in der Lage, das auszugleichen. Sie verhindern keine Unglücke. Oder eben nur sehr selten. 


Übertragen aufs ganz normale, tägliche Betriebsgeschehen tun sich eklatant wahrhaftige Parallelen auf. Wenn es in einem Unternehmen, in der Produktion, Disposition, Organisation, in der Qualität und komplexen Management eines Betriebes zu Fehlern, zu einem Crash, zu unliebsamen Situationen kommt – sind es, ja wer wohl? Doch fast immer die Menschen schuld. Eben: Schwachstelle Mensch. 


Jeden Tag finden rund 80.000 Flüge von Verkehrsmaschinen (mit Passagieren) statt; zu 99 Prozent sind sie so gut wie komplett computer-/software-gesteuert. Die Zuverlässigkeit von Steuerungssoftware ist also enorm. Vielleicht ein Grund, dass auch andere Branchen, dass auch das gesamte Betriebsmanagement in Zukunft immer mehr, immer stärker auf Ergebnisse der Kybernetik – die Lehre von selbststeuernden Prozessne – umgestellt wird. Dass wir den Risikofaktor Mensch reduzieren. 



Immer wieder entgegengehalten wird (ängstlich): Und was geschieht mit diesen Menschen? Nun, Flugzeuge fliegen so gut wie komplett selbständig, und Menschen nutzen dies. Warum nicht auch: Produktionen funktionieren selbststeuernd selbständig, und Menschen nutzen die produzierten Ergebnisse. So simpel kann es sein. Das einzige Hindernis ist, es fällt so schwer, unkompliziert zu denken und logisch-konsequent zu handeln. 

Volkstrauertag — der ewigen Kriege wegen

Das Schlimmste aber ist die Intoleranz gegenüber der Intoleranz. so wird im Namen der Rechthaberei ds jeweils andere brutal getötet.

Warum? — Die unnütze Frage.   ///   Wann? — Die nicht gestellte Frage

 

Wann malt ein Maler ein Bild, schreibt ein Dichter ein Epos, morden Mörder, ist Krieg? Sicherlich braucht es vieler kleiner Skizzen, Versuche, „Anläufe“, sodann Ideen, Visionen, Phantasien, um das Bild zu malen, geniale und/oder wunderschöne Worte niederzuschreiben. Warum sollte das beim Mord, beim Krieg anders sein? Und in der Tat: es ist genau so: Krieg ist nicht ein jetziger Beginn. Sondern ein Abschluss einer Entwicklung. Der Mord ist der Schlusspunkt, nie oder nur ganz selten ein Start. 

 

Sind Attentate wie die Worldtradecenter-Zerstörung, die bislang zwei Blutbad-Anschläge von Paris — Krieg? Ja, was denn sonst? Sie sind kein Mord aus Gründen persönlicher Vorteile, sondern politisch motiviert – das klassische Kriegsmotiv. Und Kriege bestehen eben auch aus Morden. Soll aufgezählt werden, welche Kriege nach dem Ende des II. Weltkrieges stattfanden, also in einer aus europäischen, speziell deutschen Sicht „Friedens-Periode“? Religionskrieg in Irland, Balkan-Krieg(e), RAF in Deutschland, Massenmord in Schweden, Tote an der Berliner Mauer, Anschläge in Spanien, Italien. Kriege im Fernen Osten, Kambodscha, Vietnam, Laos. Kriege im Nahen Osten, Israel, Palästina, Kurdistan, Ägypten, Libyen, Iran, Irak. In Sri Lanka, in Thailand. In Tibet. In China. Ach ja, im ex-sowjetischen Großgebiet. In Südamerika, Falkland, Bandenkriege in zig Ländern, die Mafia hier und dort, und dann in den USA: Massaker, Morde an Schwarzen, Hinrichtungen auch in Saudi-Arabien, China. Afrika ...
An die 300 bewaffnete Konflikte, also Kriege, (an über 200 waren die USA beteiligt) in rund 150 Ländern seit „Ende des Krieges“, dem 2. Weltkrieg. (http://www.danielpipes.org/4990/arab-israeli-fatalities-rank-49th)

 

Zahlen zum Schaudern

 

Erinnern wir uns noch, dass Rotchina 40 Millionen Menschen tötete, die Sowjetunion 10 Millionen, in Äthiopien 4 Millionen starben, ähnlich wie in Zaire. Der Irankrieg in den 1980er Jahren forderte 1 Millionen Opfer, in Marokko 20.000, 22.000 in Polen (nach dem 2. Weltkrieg!, längst vergessen), in Albanien 100.000, in Argentinien 30.000, auf dem Balkan jüngst ca. 175.000. Ach ja, 500.000 Urbewohner wurden übrigens in Brasilien getötet. Afghanistan  1,8 Millionen … alles vergessen? Und jetzt sterben bei IS-Anschlägen „nur“ einige Dutzend. Logisch, klar, ohne jede Frage und Zweifel, selbstverständlich: Jeder, wirklich jeder Tote ist ein Toter zuviel. Aber eben nicht nur 100, 200, auch 5.000 bei „islamischen Attentaten“, sondern auch in und durch die Kriege der „westlichen, zivilisierten, friedliebenden“ Welt !!!

 

11 Millionen Muslims sind seit 1948 tödlich verletzt worden. Viele von ihnen durch „den Westen“. Das entschuldigt keinen einzigen weiteren Mord ihrerseits – aber die Zahl hilft vielleicht, die daraus resultierende Gemütslage zu begreifen. Was mit billigen nicht zu tun hat. Aber mit Verstehen. Um auch zu wissen: wir stehen weder am Anfang noch am Ende eines Krieges. Wir waren noch nie anders als „mitten drin“.

 

Wie kommt eigentlich irgend jemand darauf, jetzt schockiert zu sein, es gäbe ja mörderische Krieger – scheinbar erst jetzt, auf einmal und plötzlich, schockierend unerwartet? Selbst der Papst wagt die Floskel vom 3. Weltkrieg – dem dann wohl islamistischen. Richtig jedoch Islam-Kriege: gab es schon immer. Christen-Kriege: gab es unzählig viel. Viel, viel mehr als „arabische“. 

 

Kriegserziehung

 

Der Kriege gab es so viele, dass sie längst Kinderkram geworden sind. Kinderballerspiele, mit denen ganz große, ganz angesehene, ganz global agierende Konzerne und Firmen satte Gewinne generieren. Töten als Spaß. Morde bringen Punkte und Vorteile. Die Eroberung fremder Länder als Gewinnspiel. Hollywood ohne Knallen, Explodieren, Ballern, Schießen, Sterben, ohne Sturzbäche an Blut und fetzige Gedärme – undenkbar. Morgens am Sonntag, dem Gottes-Dienst-Tag, um 7 Uhr im deutschen Fernsehen speziell für Kinder (Eltern schlafen ja dann noch und überlassen die Kinder den Gewalterziehungsverführern) Zeichentrickfilme voller Gewalt, Schlagen, Zerstören. Und es ist noch nicht lange her, da galt nur als echter Kerl, wer die Schule des Tötens hinter sich hatte, Landesverteidigung/Wehrdienst genannt. Selbst die friedlichsten Länder halten an diesem Kil-lertraining bei. Politiker halten Abschreckung für notwendig. Abschreckung ist ohne Bereitschaft zum Mord, zum Krieg, zum gnadenlosen Töten nicht existent. 

 

 

Deutschland ist Waffenexporteur #3 in der Welt, in Umsätzen gemessen. Waffen, die dem Frieden dienen? Braucht man, um friedlich zu sein, Maschinengewehre? Braucht man, wenn man tolerant ist, Atom-U-Boote? Braucht man spreng- und Brandbomben bestückte Drohnen, wenn man verhandeln will? Fast 90 % aller Kriegsopfer sind Zivilisten, also „Unschuldige“ – so wie die in Paris oder Manhattan, in London, Paris, Schweden. So wie in Israel und Syrien, in Palästina und dem Irak. 

 

Der Westen, immer mal wieder durch „islamistische“ Attentate bis ins Mark erschüttert, macht den nahöstlichen Terror materiell erst möglich. Kein einziges Gewehr wird in Syrien gebaut. In Paris wurde mit russischen Gewehren gemordet – Russland fordert nun eine Bestrafung der „feigen Mörder“. Leicht gesagt, sie sind ja schon tot. 

 

 

Die Schlacht, oder makabrer, aber richtiger, das Schlachten von Paris fand vielleicht am 13. November 2015 statt, aber sie begann nicht an diesem Tag. Sie begann vor Jahren, Jahrzehnten. Sie war nicht die Tat Verwirrter, sondern bestens mit russischer und/oder westlichen Waffen Ausgerüsteter. 

Ablenkungs-„Manöver“

 

Jetzt schallen all die Worte derjenigen durchs Land, die andere Entwicklungen keineswegs als beklagenswert kommentiert haben; es sei der Vorwurf unterdrückt, dass genau diejenigen, die nun am lautesten wehklagen, auch verantwortlich dafür sind, dass Krieg und Morden, Gewalt und Intoleranz längst zum Ideal heranwachsender Menschen geworden ist. Betrug überall. Krieg überall. Gewalt überall. Ob man denn nun das etwas verstaubte, in die Jahre gekommene, der sozialistischen Ideenwelt zuzurechnende Wort Ausbeutung benutzt oder neuerdings TTIP, ganz neutral Embargo, verschleiernd Schengen-Abkommen: Die Welt ist durchsetzt von der Tatsache, dass man immer nur den jeweils eigenen Vorteil sucht und zu diesem Zweck andere ausgrenzt. Ehrlich ist das nicht. Aber üblich. Und wie soll in einer solchen Geisteshaltung plötzlich kristallklare, unerschütterliche, vor allem aber bedingungslose und sich selbst zum Opfer bringende Bruder- und Nächstenliebe zu erwarten sein? Wie denn?

 

Einst waren auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik jährlich 21.000 Verkehrstote „normal“, heue sind es etwa 3.400, rund 10 am Tag. In Europa jährlich 700.000 Tote durch Lungenkrebs, die dem Rauchen (und damit Drogen, an denen der Staat mächtig verdient) zuzurechnen sind. 300, 400 Mordopfer jährlich in Deutschland. Wieviel durch zuviel Fett und Zucker in der Nahrung – und erst durch Alkohol! – schleichend getötet werden – es existieren nur Dunkelziffern, aber die sind grausam hoch. Tödliche Autos, tödliches Essen, tödliche Genussmittel, an denen „verdienen“ Staat und Industrie. Sie werden mit brutaler Gewalt dem Volk „verordnet“, um an ihm zu verdienen. Dies ähnelt nicht nur, das ist wie eine Okkupation, wie eine Besetzung des Landes durch fremde, egoistische und „aussaugende“ Kräfte. Keiner sagt dies so. Niemand kann belegen, dass es nicht so ist.

 

Mediale Kriegsführung

 

Jetzt nun in Paris, Carlie Hebdo und Freitag, 13. 11. 15, als „die Welt geht unter, die Hölle tut sich auf“ zu zelebrieren – wie es die Medien mit einer an Widerlichkeit nicht mehr steigerungsfähigen Quotenhascherei und Volksverdummung tun, ist ein Tiefpunkt journalistischer und gesellschaftlicher Kultur in Deutschland. Zwei Tag nach dem „Massaker von Paris“ ist Volkstrauertag, der 15. November 2015, in vielen Ländern – auch in Deutschland – ein Gedenktag für die Kriegsopfer. 

 

Deutsche Medien bevorzugen die Hysterie über das Momentane. Der zig, zig, zig Millionen, die in jüngster Vergangenheit qualvoll und unschuldig, sinnlos und durch geduldete Gewalt starben, „opfert“ man eine kurze Pflichtübertragung in einem staatlich angeordnet vom Volks subventionierten Sender. Dann redet der Bundespräsident und kaum einer hört hin. Während im übrigen auf allen Sendern die Sondersendungs-Schlachten toben. 

 

Ob gesteuert oder Zufall: Ermüdet und ermattet von diesem Wiederholungs- und immer-das-gleiche-Marathon sinken Bürger erschöpft zurück und denken sich: Gut, dass der Krieg vorbei ist. Ein Krieg, der nie begann und nie endet, der immer ist. Weil wir, „der Westen“, daran unseren Profit haben. Weil es Teil unseres Denkens ist. Und weil sich dadurch anderen Religionen und Kulturen ermutigt sehen, es uns gleichzutun – oder gleiches mit gleichem zu vergelten. 

 

Eigentlich wäre ein Kriegsende möglich

 

Es ist nicht schwer zu verstehen, dass Attentate und Kriege auch weiterhin unseren Alltag bestimmen. Es ist nur schwer zu ertragen, dass dies nie aufhören wird – weil es auch keinen unmittelbaren Anfang hatte, sondern metapherhaft gesprochen „mit dem Menschen in die Welt kam“. 

 

Übrigens: Dies zu überwinden fordern viele Religionen auf. Unter anderen auch Christentum und der Islam – neben „asiatischen“ und Naturreligionen. Sehr, sehr viele Millionen Gläubige aller Religionen halten sich daran, beten, arbeiten, handeln danach und dafür, sie üben Toleranz und sind „vernünftig“. Nur eine Minderheit an verbrecherischen Egoisten, gewaltbereiten Kriminellen zwingen uns immer wieder neue Kriege auf – auf allen Seiten, in allen Ländern, Kulturen, Religionen. Sie nutze die Lethargie des Volkes und dessen allgemeine Unfähigkeit, sich über Worte hinaus wirklich faktisch zu solidarisieren. So wie es in Ansätzen etliche Male als nationale oder internationale Revolution stattgefunden hat. Aber immer wieder wegen fortgesetzter individueller Hilflosigkeit kläglich scheiterte.

 

Dabei gibt es einen Weg, der tief in vielen Religionen verwurzelt ist, der aber erstens so unendlich schwer zu verstehen und dann auch noch fast unmöglich zu begehen erscheint: Verzeihen, um der Gewalt keinen Chance lassen, im Denken anderer Schaden anzurichten. 

Und – müssen wir dazu nicht auch die Mörder töten? Die „Spirale“ der Gewalt ist Ursache, dass es permanent Krieg gibt. Was ist die Logik, sie zu beenden?

 

Der Volkstrauertag ist eine gute Gelegenheit, die nächsten 365 Tage bis zum nächsten Volkstrauertag darüber vor-, nach- und querzudenken.

Unsere biologische Natur: Neid + Abgrenzung


Das Nachfolgende ist mental wie auch politisch ziemlich „starker Tobac”. Da ist es vielleicht leichter, das Ganze als PDF runterzuladen und entweder ausgedruckt auf Papier oder als E-Dokument mit Bewusstsein und in aller Ruhe zu lesen. 

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Deutsche politische Wirklichkeit 2015 und folgende Jahre
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 „Europa droht an den Flüchtlingen zu scheitern“, so oder ähnlich lesen wir es derzeit des öfteren in den Zeitungen, hören es in Diskussionen. Nein, das ist genau jene falsche Diagnose, deren Grund zur Krise führt. Wir können (oder wollen) nicht mehr zwischen Ursache und Wirkung/Folge unterscheiden sowie nicht (mehr) zwischen Subjekt und Objekt. Eine uralte Management- und/oder Chef-Weisheit ist, wenn jemand im Betrieb mit einem „Problem“ belastet ist,  zu fragen: „Haben Sie die Lösung des Problems oder sind Sie das Problem?“. Im konkreten Fall aktueller politischer Situation lässt sich sagen: Nicht die Flüchtlinge sind das Problem, sondern Staaten, Regierungen, Gesetze, Strukturen, die unfähig sind, Krisen zu meistern. Weil sie mit ihren nach Sachverhalten, Parteidoktrin, Finanzstatus oder sonstigen rein abstrakten Vorschlägen und Entscheidungen weiter von der Befindlichkeit der Bürger entfernt sind denn je. 


Deutschland 2015+ :   Wir haben kein Faschismus-, (Neo-)Nazi- oder „braun“-Problem. Der Staat hat nur viele Fehler gemacht. 

Plötzlich, wie aus dem Nichts, scheint es in Deutschland plötzlich wieder in sehr großer Zahl gewaltbereite Menschen mit aggressivem Verhalten zu geben. Mit einer für bürgerliche Gutmenschen atemraubenden Brutalität dreschen sie nicht nur verbal auf „andere“ und „anderes“ ein, sondern scheinen auch keine kulturtypischen Hemmungen und Tabus mehr zu kennen; selbst vor Tötung schrecken sie nicht zurück. Gewalt scheint ihre „Sprache“ zu sein. Wieso waren aber diese Menschen vorher stumm, unauffällig? Und was ist der wirkliche Grund – nicht zu verwechseln mit Anlass – dass nun auf- und durchbricht, was wir in dieser Vehemenz nicht geahnt, vermutet, erwartet haben?

Die Antwort ist so einfach wie erschreckend, weil sie die Dimension der Machtlosigkeit beschreibt, mit der wir ihr gegenüberstehen. Denn es nützt weder reden noch überzeugen wollen; geschweige denn, dass Logik und Vernunft auch nur den Ansatz einer Chance hätten, diese eruptive Entwicklung aufzuhalten. Weil sie – so provokant es sich anhören mag – völlig natürlich und „menschen-typische“ ist. Sie entspricht der archetypischen, angeborenen, genetisch ererbten und funktionell fest im „System Mensch“ verankerten, instinktiven Emotionalität. Was wir derzeit in Deutschland erleben, ist biologisch bedingt – und keinesweg eine politische bewusste Handlung. 

Übersetzt: Nicht die „Asylpolitik“ der Regierung(en) sind die Ursache, sondern lediglich der Anlass, der sprichwörtlich das Faß zum Überlaufen bringende Tropfen. „Schuld“ und Ursache sind jedoch etwas anderes: eine seit Jahren, Jahrzehnten menschenbedürfnisse-ignorierende Politik. Im sicherlich festen Glauben und reinen Gewissens „Gutes zu tun“ hat man eine Situation geschaffen, die unweigerlich und unausweichlich zum Ausbruch von Hass, Gewalt und Kampfesbereitschaft führen muss – gesteuert durch den alles umfassenden prinzipiellen, die Emotionen gleichermaßen wie die Ratio steuernden Überlebenstrieb, den wir NEID nennen.


Triebfeder des eigenen Schicksals: Neid !

Neid ist sozusagen der Motor des menschlichen Kämpfertums ums und zum eigenen Überleben, zur Sicherung der eigenen Vorteile und Chancen. Neid  – auch in den Spielarten Gier, Betrug, Täuschen & Tricksen – kommt unter intellektuell „einfachen“ Menschen genauso häufig und dauerhaft vor wie unter den vermeintlich „klugen“ oder gesellschaftlich „hochrangigen“. 


Man schaue sich die Liste der Betrüger und Lügner, Intriganten und Brudermörder in Staat und Wirtschaft an – sie gleicht auffällig dem „who’s who“ der gar nicht so ehrenwerten, angeblich staatstragenden Gesellschaftsschicht der „Oberen Zehntausend“. Unter Managern ist eben jener Hass, den wir bei Straßenprotestlern gegen Asyl suchende Menschen so sehr verachten und beschimpfen mindestens ebenso verbreitet: Zum eigenen Vorteil sind fast alle bereit, zugunsten der eigene Karriere und Raffgier die Verdienste und moralisch gerechtfertigten Ansprüche anderer zu negieren, mit Füßen zu treten oder aktiv zu bekämpfen. Guerillas im Nadelstreifen, um es symbolhaft zu sagen, sind der Normalfall in Chefetagen.


Nicht umsonst hat der Volksmund in der Kölschen Alltagsphilosophie den Ratschlag „Man moss ouch jönne könne“ erfunden – denn „von Hause aus“ können wir (Menschen) es eben meistens nicht. Tiere übrigens auch nicht, der Futterneid ist ein elementares, archaisches Prinzip des Überlebens. Es ist, wohin man schaut, Natur. Auch im pflanzlichen Bereich. Da wo Öko-Romantiker eher das symbiotische Biotop sehen, herrscht purer Krieg; um Licht, Wasser, Nährstoffe. Die Evolution, also die „Funktionalität“ des Lebens, sorgt mit einer ständigen Mutation dafür, dass „the survival of the fittest“ Realität bleibt. Es überlebt, wer am besten an die Verhältnisse angepasst ist (engl. to fit = passend). Symbiose, das ist nicht gegenseitiges Helfen und „lieb haben“, sondern das genaue Gegenteil: wie kann ich selbst den größten Nutzen aus anderen und anderem ziehen – wenn man so will: Schmarotzen! Kommt uns das nicht irgendwie im realen gesellschaftlichen Alltagsleben bekannt vor?

Maslow: Die Pyramide der Motivationen, Bedürfnisse, Triebe

Diese jeweils dominante „Befindlichkeit“ kann von Stunde zu Stunde, Tag zu Tag, von Zeit zu Zeit wechseln, rauf und runter; sprunghaft. Sie kann aber auch je nach Lebensumständen eher statisch und stetig sein, ein „schleichender“ Auf- oder Abstieg. Es ist also das Gegenteil von „Typologie-Zuordnung“, die Abkehr von der Annahme, ein individueller Mensch ließe sich generell und für alle Zeit abschließend charakterisieren, beschreiben, zu- und einordnen. Im Gegenteil, die Skala zeigt, wieso Menschen sich plötzlich und scheinbar „unerwartet“ (in Wirklichkeit aber völlig prototypisch, immer nach gleichem Muster) verändern. 


Ein Cluster vieler Menschen („Stimmung im Volk“) kann dann auf einer jeweiligen Stufe epoche-prägend sein. 


Die jeweiligen Endstufen oben wie unten stehen außerhalb einer „Gemeinschaftlichkeit“, sie sind „a-sozial“ und absolut persönlich, egozentrisch, nicht-kommunikativ.

Das prototypische Prinzip: Erst wenn ein Bedürfnis (zu übersetzen mit Ziel, Wunsch, Sehnsucht, Verlangen, „Befindlichkeit“, Suche nach …, Antriebsfeder usw.) einigermaßen gestillt, beruhigt, befriedigt ist, übernimmt das darüber liegende die Verhaltenssteuerung (Denken, Entschlüsse, Taten) eines einzelnen Menschen.
Die Motivationspyramide ist hierarchisch; die als darüber dargestellten Bedürfnisse sind tatsächlich „höherwertig“ (nicht höherrangig, sondern „wertvoller“ im Sinne von zivilisatorischer Entwicklung und „bürgerlichem Ideal“). 


Physiologie (= Körperliches; im Gegensatz zur  psychogenen Späre = „Seelisches“) meint ETS, Essen, Trinken, Sexualität im Sinne von Fortpflanzung. Also das pure Leben und Überleben; auch bekannt als Selbsterhaltung und Arterhaltung. Wer aus welchen Gründen auch immer „zusehen muss, morgen noch etwas zu essen zu haben“, der ist zu Kampf und Missachtung der Rechte und Ansprüche anderer bereit. Da hat man keinen Sinn (mehr) für etwas anderes. Insofern ist auch Sexualität unweigerlich und unkorrigierbar eine Triebfeder oder Motivlage, die nicht durch Vernunft und Einsicht gesteuert werden kann – vorausgesetzt, wie alle Triebe, sie wird im wörtlichen Sinne nicht befriedigt, also erfüllt !

Mit der Ästhetik geht es genau so. Das sind jene Menschen, die nur noch sich und ihre eigenen Ansichten, Lebenswelten/-weisen, ihren Geschmack gelten lassen und sich mit weniger nicht oder kaum zufrieden geben. Es sind jene arroganten, abgehobenen Typen, die so unnahbar erscheinen und für andere meist nur Hohn und Spott übrig haben. Also unter Umständen sehr ähnliche „Ekel-Typen“ wie die „primitiven“ Rohlinge.


Hat man einigermaßen genügend zu(m) Leben, ist dieser Trieb, diese Motivation, dieses Bedürfnis „beruhigt“, gestillt, „wird bedient“, verlangt es die Menschen nach Sicherheit; nach persönlicher (also Schutz) wie auch Absicherung ihrer Nahrungsquellen oder Eigentums bzw. Privilegien und Aktionsmöglichkeiten. 

Stark ist der Wunsch, sich „zusammenzutun“, was eigentlich die erste wirkliche Stufe der „Sozialisierung“, also der Bildung einer Gemeinschaft im Sinne von Sippe, Kultur, Volk, Staat ist. 

Doch dann geht sofort wieder der Wettkampf los – unter gleichen möchte man gerne ungleich, nämlich „besser“ sein. Es drängt einen, von anderen anerkannt und geachtet, beachtet und gewürdigt zu werden. Ein Grund, warum viele Menschen wert auf „gute Umgangsformen“ und Rituale legen; sie sichern eine permanente „Hochachtung“.


Hat man einigermaßen genügend zu(m) Leben, ist dieser Trieb, diese Motivation, dieses Bedürfnis „beruhigt“, gestillt, „wird bedient“, verlangt es die Menschen nach Sicherheit; nach persönlicher (also Schutz) wie auch Absicherung ihrer Nahrungsquellen oder Eigentums bzw. Privilegien und Aktionsmöglichkeiten. 

Sodann folgt der Wunsch, sich „zusammenzutun“, was eigentlich die erste wirkliche Stufe der „Sozialisierung“, also der Bildung einer Gemeinschaft im Sinne von Sippe, Kultur, Volk, Staat ist. 

Doch dann geht sofort wieder der Wettkampf los – unter gleichen möchte man gerne ungleich, nämlich „besser“ sein. Es drängt einen, von anderen anerkannt und geachtet, beachtet und gewürdigt zu werden. Ein Grund, warum viele Menschen wert auf „gute Umgangsformen“ und Rituale legen; sie sichern eine permanente „Hochachtung“.


Ist man anerkannt, kann man sich „seinem Selbst“ widmen, eine Persönlichkeit entwickeln (weshalb übrigens alle Personen, die nach Status, „Amt und Würden“, nach Posten und Privilegien streben, fast immer unausgereifte Persönlichkeiten sind). Selbstverwirklichung heißt Profil gewinnen, „kantig sein“; man wird charakteristisch, eben eine „gestandene Person“.

Und diese Selbstsicherheit ist die Basis, tiefer und intensiver in Wissen und Verstehen einzutauchen; Zusammenhänge begreifen und nutzen zu wollen, sozusagen eine Art „Adlerblick“ zu entwickeln. Das ist die Stufe von „Reife“ und „Klugheit“.

Bis man dann manchmal auch „abhebt“ und zum Freak oder Nerd wird …, nach alten Begriffen zum Puristen, Ästheten, Kompromisslosen.



 Diese Tatsache war und ist auch außerhalb des Maslow-Modells bekannt. Das Geflügelte Wort „Nach oben buckeln und nach unten treten“ drückt es exakt aus. „Minderwertiges“ sieht man als Konkurrenz, die zu fürchen oder zu hassen ist, weil sie einem gefährlich werden könnte – denn sie strebt ja, wie man auch selbst, – „nach oben“, macht einem also die jetzige Position streitig, ist Konkurrenz. 

Vom Standpunkt der eigenen Empfindung entwickelt man auf alle „unter einem“ mehr oder weniger massiv negative Einstellungen, die durch erstaunlich viele Worte verdeutlicht werden können: Herzlosigkeit, Härte, Kühle, Kälte, Hass, Rachedurst, Rücksichtslosigkeit, Mitleidlosigkeit, Feindschaft, Gereiztheit, Abneigung, Ressentiment, Animosität, Eifersucht, Bosheit, Schadenfreude, böser Wille, Missgunst, Feindseligkeit, Groll, Antipathie, Aversion, Unversöhnlichkeit, Voreingenommenheit, Vorurteil, Unmut, Unzufriedenheit, Verbitterung.

Eigentlich sind sie identisch mit dem, was Neid auslöst. Doch beim Blick „nach oben“, auf die nächste Stufe, die man selbst anstrebt und erreichen möchte (vielleicht sogar triebhaft „muss“), ist man immer bereit, diese Wut auf andere schlagartig zu vergessen, wenn man es nur selbst erreicht oder so sein kann. Neid sagt es ja: eigentlich möchte man es selbst haben, selbst so sein. Weiß nur zu genau, dass man eben „buckeln“ muss, um es zu erreichen. Dagegen sind die, die nachrücken könnten, eben zu bekämpfen.

Wir alle beobachten uns ständig gegenseitig !!!
Wir alle beobachten uns ständig gegenseitig !!!

 Eine „bürgerliche Gesellschaft“, wie sie auch dem ideal der „westlichen Demokratien“ (also unserer politischen Staatsordnung) zugrunde liegt, setzt zu ihrem Gelingen voraus, dass der Hauptteil der Bevölkerung in den mittleren Motivations-/Bedürfnis-Stufen anzutreffen ist. 

„Gut-bürgerlich“ ist, nach genügend Sicherheit zu streben (finanziell wie materiell), sich zu einer Familie, der Gemeinschaft (und ihren Vereinen) zugehörig zu fühlen, „wer zu sein“, „sein Ding machen“ zu können. Und wer mag, kann nach „höherer Bildung“ streben. Soweit das Ideal, der Traum von Glück – und „Ruhe im Land“. 


 Immer mehr Menschen haben genau dieses Glück, diese Möglichkeiten nicht. Arbeitsplätze wie auch persönliche Partnerschaften – eher sogar höchst unsicher. Finanzielle Planbarkeiten („Vorsorge treffen“) – unwägbar, risikoreich. Zugehörig sein – zu was? Statt ritueller und tradierter Vereine oder kulturell fester Lebensumstände ein soziokultureller Flickenteppisch ohne Struktur und Verlässlichkeit. Achtung und Anerkennung kann man kaum noch von anderen erwarten, sondern muss man sich selbst erkaufen: über Markenartikel, die einerseits signalisieren, wozu man sich selber zählt und bekennt oder durch eine brutale Egozentrik in der Karriere; sowohl im Beruf wie auch in anderen Institutionen, nämlich Vereinen, Parteien, „Grüppchen“ bis hin zu (zwielichtigen bzw. offen kriminellen) Gangs. Selbstverwirklichung? Das Gegenteil scheint der Fall zu sein: Jeder hat permanent das Gefühl, gegängelt und fremdbestimmt zu werden. Und diejenigen, die erkennend-wissend-tolerant sind, sind sogar am schlimmsten betroffen: niemand interessiert sich dafür, keiner hört ihnen zu. Von wenigen Ausnahmen manchmal abgesehen. 

   

Die für eine Stabilität nach innen und außen, für den einzelnen Menschen selbst wie für Staat und Gesellschaft, so wichtigen Rahmenbedingungen und (Lebens-) Umstände gibt es kaum noch; man hat den Eindruck: Immer weniger. Logisch, dass da ein „Aufwärtsstreben“ in sich brutal Bahn brechende aggressive Verzweiflung umschlägt. Es erklärt auch sehr genau, warum diese offene Feindschaft und geradezu „Krieges-Bereitschaft“ in der „Mitte des Volkes“, im Bürgerlichen vor allem explodiert. Die „Nazis“ sind nicht „Assis“, nicht „dumpfe Horden“, die gerade mal genug zum Überleben haben – im Gegenteil, es sind die Enttäuschten, Unzufriedenen, Verzweifelten, Hilflosen, Gedemütigten und ihrer Perspektive Beraubten „aus dem Volk“, aus der gesellschaftlichen Mitte. 

Und denen stehen – übrigens mit gleichem Hass, gleichem Nichtverstehen und Ablehnung, gleicher vorläufiger Unversöhnlichkeit – die „Bildungsbürger“ gegenüber, die zwar eher zu Selbstverwirklichung sowie Wissenund Verständnis tendieren, aber selbst auch mit dieser Intellektualität nicht weiterkommen, die „mit ihrem Latein am Ende sind“ und daraufhin alle Intoleranten nicht tolerien (was ein Widerspruch in sich selbst ist). 

Der fatale Fehler der bisherigen politischen Entwicklung Deutschlands nach dem II. Weltkrieg ist, die für den „inneren Frieden“, die triebhaft-archaische Motivations-Dynamik aller Menschen notwendigen äußeren Bedingungen, Möglichkeiten, Perspektiven immer mehr eliminiert zu haben. Das ist kein Fehler einzelner Politiker oder Handelnden, das geht nicht auf eine bestimmte Regierung oder Ereignisse bestimmter Jahre zurück. Es ist ein schleichender Prozess, der jedoch immer schnell kulminiert, der sich immer stärker wie bei einer Exponentialfunktion auswirkt, krasser wird, – eben explodiert, „durch die Decke schießt“. Das Konfuse gewinnt Überhand … ! 


Deutschland ist längst kein Land mehr, in der sich die Seele wohlfühlen kann.

Deutschland ist derzeit – und auf Sicht auch weiterhin – kein Land, in dem die Möglichkeiten, die Menschen brauchen, um friedlich und im positiven Sinne „strebsam“ zu sein,  in genügendem Maße gegeben sind – so wie es vordem durchaus der Fall war. Unsere so wichtigen Bedürfnisse nach Sicherheit, Zugehörigkeit, Achtung/Anerkennung und Selbstverwirklichung werden nicht mehr in dem Maße zufrieden und „ruhig“ gestellt, wie es sein müsste, um insgesamt in Ruhe und Frieden zu leben. 

Die derzeitigen gesellschafts-politischen (anwachsenden) Negativentwicklungen sind also nicht „intellektuell“ zu beseitigen, sondern nur durch eine Wiederherstellung einer „inneren, seelischen Heimat“; dem Gefühl, man selbst sei etwas wert, es gäbe eine verlässliche Ordnung, man hätte Chancen und könnte sich selbst „nach seinem Gusto“ entwickeln und leben, wäre seines Glückes Schmied. Weil dies nicht so ist, wird der Ruf nach Ordnung und starker Hand immer lauter und wird alles, was weiter das noch einigermaßen Stabile gefährdet, bekämpft und abgelehnt. Der unsägliche Satz von Politikern, „Wir müssen uns auf neue Verhältnisse einstellen und unsere Gesellshaft ändern“ führt auf direktem Wege in eine braun-brutale Widerstandkultur, die keine oder kaum Toleranz kennt. 


Was wir jetzt brauchen, ist ein wieder erwachendes Vertrauen in Staat, Politik, gesellschaftliche Normen – und da mag jeder die Frage für sich selbst beantworten: Ist das in Sicht? Ist das wahrscheinlich? 

Liegt denn jetzt der Frieden in Trümmern – oder schaut aus Zerbrochenem und Gestörten der symbolische Friede heraus ???
Liegt denn jetzt der Frieden in Trümmern – oder schaut aus Zerbrochenem und Gestörten der symbolische Friede heraus ???

Wird es in diesem Lande wieder „gemütlich“, das heißt, die Gemüter beruhigend, weil die genetisch verankerten Ur- und Grundbedürfnisse der Menschen in ihrer skalierten Wertigkeit befriedigt werden? Können wir, jeder von uns (unbescheidener: die meisten von uns), so sein, dass unsere angeborenen Triebfeder uns in die richtige Richtung lenken, zum „Besseren“, wie wir es bis jetzt verstanden, akzeptiert, gefördert und für richtig befunden haben? 

Wenn nicht – na dann, machen wir uns auf noch Schlimmeres gefasst. Wie dies ausgeht, weiß keiner.


Vorläufig wird Deutschland ein Land sein und bleiben, das „auf Krawall gebürstet“ ist. Rein psycho-logisch, also der Logik der individuellen, archaischen seelischen Bedürfnisse folgend. Man hat uns, buchstäblich, unsere "Gemütlichkeit", den ausgeglichenen Gemütszustand unmöglich gemacht – in viel zu vielen Einzelfällen. 

Künstler. Die permanenten Flüchtlinge, Asylanten, kaum Geduldeten.

Ein Essay. Aus konkretem Anlass *)


Kunst ist immer fremd. Wenn nicht, heißen die gleichen Gegenstände, die eigentlich Kunst waren, sind, Dekoration und Schmuck oder als Kunst Dargebotenes ist bloße Unterhaltung, „Vergnügen“. 


Kunst ist immer fremd, in den Köpfen der Betrrachter. Das ist ihr Wesen, Wollen, Wirken. Kunst ist, einerseits, das, was existiert, neu zusammenzufügen – und insofern Kreativität, Schaffenskraft. Und andererseits ein interaktiver Prozess, bei dem der Künstler die Betrachter oder Zuschauer/-hörer vor die Aufgabe stellt, über das Gebotene, Gezeigte, die Performance oder das Gegenständliche hinaus eigene Gedanken weiterzuspinnen, Emotionen zu spüren und wirken zu lassen – halt als denkend-fühlend-erkennend-sich_erinnerndes Wesen aktiv zu sein. 


Kunst ist immer fremd, wenn sie es schafft (und das sollte Kunst eigentlich immer schaffen, weil es sonst bloße Masche ist, vornehmer ausgedrückt: Stil), Verblüffendes, Überraschendes, „sieh da!“ und „ach nee!“ oder „versteh’ ich nicht“-Momente zu schaffen. Weil nicht nur, wie Goethe meinte, jedem Anfang ein Zauber inne liegt. Sondern auch jeder Kunst – eben weil sie ein Anfang ist, sein soll, sein muss. Der Anfang eines Denk- und Empfindungsprozesses; oder eher umgekehrt, erst die Gefühle, dann die Ratio.

Kunst braucht keiner. Also will auch keiner so recht Kunst haben – oder dafür bezahlen. Bis auf wenige Ausnahmen. Freaks, Neards, Idealisten und Feingeist-Esoteriker, die man gerne als Kenner lobt, weil sie den Künstler entlohnen. Kunst in unserer Gesellschaft, im Bewusstsein von Politik: Ein glühendes Bekenntnis, ja ja, die und das brauchen wir, unbedingt, ganz ohne Frage – und dann: entweder massive Investitionen in weniges und Spektakuläres oder gänzliches Ignorieren der gesamten. Kunst ist immer fremd, auch der Politik.


Schade, dass unsere sehr schöne, differenzierte, ausdrucksreiche deutsche Sprache derzeit systematisch kaputtgemacht wird, dass Etymologie – also Herkunft und Bedeutung von Sprache – nicht mehr im allgemeinen und überwiegenden Bewusstsein der Menschen existiert; oder auch Weisheiten der Vergangenheit, konserviert in Geflügelten und Sprichwörtern, schlichtweg vergessen wird. Sonst stände einem da vor Augen „Kunst kommt von Können“.


Bis ins 18. Jahrhundert war hierzulande Kunst und Handwerk, Ausdrucksfähigkeit und Nützlichkeit ein und dasselbe, identisch. „Artifizielles“ im Sinne von „Kunst jenseits des Alltags“ ist eine (ziemlich blöde) Idee, die so lange noch gar nicht existiert. Bis dato galten Baukunst und Schwarze Kunst, ärztliche Kunst und Kochkunst – und überhaupt: alle Künste – als ehrliches Handwerk. Eben: Kunst und Können, Spirituelles und Dingliches waren identisch, untrennbar; ein Yin und Yang in jeglichem.


Das Wort Kunst wiederrum entstammt der altgermanischen Sprachwurzel kunnan, gleichbedeutend mit erkennen, wissen, kennen, führt Wilhelm Kufferath von Kendenich aus. „Kunst ist Könnerschaft“, was grundsätzlich erklärt warum Kunst oft fremd bleibt: Könnerschaft setzt Kennerschaft voraus.


Wer etwas kann, vor allem, was andere nicht können, muss zwangsläufig als unheimlich, anders, verrückt, spinnert, provozierend, sich querstellend, störend, unpassend angesehen werden. Alles fremde macht Angst. Angst macht Feindbilder. Feindbilder führen zu blinder Aggression. 


Wir erleben dies – ach was, nicht erst (wieder) in jüngster Zeit, sondern schon immer, unentwegt, überall. Nur eben an einem Ort, in eines jeden Menschen Lebenszustand mal gerade mehr, mal weniger intensiv und bewusst. Was fremd ist, gilt es zu verjagen, um das eigene Ideal zu schützen und zu verteidigen. So einfach ist es eigentlich; im Sinne von Art- und Selbsterhaltung haben wir diese Theorie (die Praxis ist) längst alle und immer wieder abgenickt. Für natürlich gehalten. 


Und insofern ist es natürlich – und verständlich –, wenn man reflexartig Fremdes ablehnt, ob es als Narretei oder Überlebenskampf Menschen anderer Herkunft, Religion, Weltanschauung, Kultur, politischer Infrastruktur daherkommt, oder eben als Kunst, die einen vor neue mentale Herausforderungen stellt. Und seien sie noch so banal. 

Solche Fremdlinge schickt man ins, gewährt ihnen kaum oder kein Asyl, lehnt man ab, hält man sich vom Leib und davon am liebsten fern. Ergo auch von Kunst. 


Wäre da nicht, was Kunst ist: erkennen, kennen, wissen; etwas idealistisch erhöhter transponiert als Einsicht und Verständnis, daraus resultierend Mitgefühl (Empathie) und Toleranz. 


Und nun kann man genau auf dieser Ebene den Maßstab anlegen: Wer duldet, ist zur Einsicht fähig. Oder umgekehrt: Wer erkennend ist, wird auch in dem Maße toleranten, wie in ihm die Erkenntnis wächst. Wer etwas kennt, dem ist dies nicht fremd. 

Das gilt für Menschen – und auch für die Kunst; dies gilt für alles. Wenn Kunst keine Akzeptanz, kein Zuhause hat, nicht geduldet wird (und damit der jeweilige Künstler auch nicht!), dann nur, weil die, an die sich die Kunst richtet, kein Wissen, Erkennen, aus beidem resultierend Verstehen haben. Denen muss man, zwangsläufig, fliehen, sie werden einen in die Flucht zu schlagen versuchen. Ob als gesellschaftlich-politisches Massenphänomen oder im Einzelfall, ob wegen Herkunft, Gesinnung, Religion, Ethnie – oder auch wegen der und gegen die Kunst, die sich präsentiert. Kunst ist denen, den Nicht-Wissenden, -Verstehenden, -Kennenden und -Könnenden, immer fremd, so wie ihnen auch Menschen fremd sind, die anders sind als sie. 


Kunst teilt das Schicksal der Menschen, die das Pech haben, irgendwann aufgrund unverschuldeter Umstände irgendwo fremd zu sein und trotzdem um Bleibe bitten, flehen. Die Zuflucht brauchen, ein Ort der Ruhe und Sicherheit, des Rückzugs, des „hier darf ich sein, wer ich bin: ich selbst“. 


Kunst kennt das. Seit es Kunst gibt als eine Form der mentalen Unterscheidung von „Praktischem“ und „Unnützen“. Nur, so will man als Gutmensch gleich ausführen, ist ja das Schicksal derjenigen, die als Individuum, Mensch wie Du und ich, in Not und Pein und Angst und Unsicherheit und nicht selten Perspektivlosigkeit, in Trauer, Wut und Verzweiflung sind, ungleich dramatischer und wichtiger als das Schicksal von ein bisschen Kunst, ein paar launiger Künstler. 


Ja. Und nein. Ja: fürs erste und auf der Stelle. Nein, was den Fortgang betrifft. Denn Kunst ist es, die befähigt, über das Ist, das Jetzige, das war-immer-schon-so hinaus zu denken; neue Sphären der Erkenntnis, des Wissens, des Kennens zu erschließen. Kunst ist es – und nichts anderes. Gleichgültig, ob man Kunst mit Können im Sinne von Handwerk und Meisterschaft gleichsetzt oder Kunst als provokative Form der Kommunikation deutet, benutzt, fördert und befähigt. Nur Kunst – was denn sonst, außer Kunst, da ja alle Wissenschaft auch Kunst ist !!! ??? – soll denn die Überwindung von Angst und Unwissen, von Fremdsein und Nichtverstehen überwinden?


„Kunst baut Brücken“, sagt der Künstler Zoran Velinov. Banaler kann ein Gedanke, ein Satz nicht sein. Geistreicher aber auch nicht. Ja, Kunst ist das, was hilft, aus Asyl Heimat zu machen; im ideellen, idealen, mentalen, vergeistigtem Falle ebenso wie für das reale, brutale, fatale Leben in einer Welt, die schon immer Krieg und Vertreibung, Kampf und Fremdenhass kannte, kennt, kennen wird. 


In einem Volk, Staat, politisch-gesellschaftliches Gebilde, in dem Kunst kein Asyl hat, wenig Akzeptanz, Ausgestoßenheit und -sein erfährt, das sich um Kunst nicht kümmert, werden auch Menschen, die ihrer Heimat vertrieben wurden, kaum wirklich Asyl im Sinne von Aufnahme und „bist einer von uns“ erfahren. Man wird sie herumstupsen. So wie die Kunst. 



*)  Aus. Ende. Vorbei. — Bis zum 1. November 2015 sind alle city-art-project-Aktivitäten der Kunst aus den Solinger Clemens-Galerien verschwunden.

Die neuen Eigentümer kommen mit einem anderen Konzept, einem Outlet-Center – im nächsten Jahr. Bis dato will man uns nicht mehr dabei haben. 
Danke und „Hut ab” für die Überlassung der Räume durch den vorigen Eigentümer und die Unterstützung durch des Center-Management.
Die city-art-project-Zeit in den Clemens-Galerien ist bald nur noch Geschichte.
Aus jedem Traum gibt's ein Erwachen.
Aber schön war's !!!


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