SORRY, DIESER KALAUER MUSS SEIN

 

"Heute", sagte weise alte Mann zornig und voller Überzeugung zu seinen Freunden im Dorf, aus dem er stammte, "heute glaubt ja jeder Idiot, studieren zu müssen. Früher – ", und er reckte die Faust gen Himmel, "war ICH der einzige ! ! ! "

Nun ja, man ersetze "studieren" durch "bloggen" (sprich publizieren) – und die Welt ist wieder wie früher. 

Der jeweils neueste eintrag:


SLOW DOWN

Die Folgen des Zeitgeistes „Ich, jetzt, hier, alles“

Ausgangslage, Postulat:

 

*** Je digital-elektronischer, vernetzt-computerisierter die Welt wird, desto ,verrückter‘ werden die Menschen, desto mehr leiden sie unter der Komplexität aller Lebens- und Arbeitsbereiche. Sie halten die Belastungen nicht mehr aus, die sich aus der immerwährenden Gleichzeitigkeit einer zunehmenden Vielfalt ergeben. Sie „drehen durch“. 

 

*** Die Dyssynchronisation der evolutionsbiologischen Mutation der Eigenschaften des homo sapiens gegenüber dem explosiv-expansiven Aufkommen technischer Innovationen führt zum Kollaps menschlicher Leistungsfähigkeit. Jeder einzelne ist im Beruf wie im Privaten völlig überfordert. Weil man einer „Technik von Morgen“ ausgesetzt ist, aber sich nicht anders verhalten kann wie auch die Menschen in der Steinzeit – die Gene und damit das Wesen sind noch nicht „umprogrammiert“. 

 

Lösungsansatz:

 

An dieser Stelle wird der Versuch unternommen zu beschreiben, wie eine Philosophie mit Ursprüngen im Himalaya helfen kann (wenn man es will), dem Getriebensein zu entkommen und trotzdem voll im Leben dabei zu sein. Zur Beruhigung, mit „Religion“ hat das ganze nichts zu tun, auch wenn davon die Rede sein wird. 

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Marginalien

« Es sind die Dinge am Rande, die den eigentlichen Mittelpunkt ausmachen. »

Hier könnte auch die Überschrift stehen KOMMUNIKATIONS-ARCHITEKTUR. Möglicherweise erschreckt das. Weil viele Angst davor haben, sich mit dem wichtigsten mentalen Werkzeug auseinanderzusetzen, dass der einzelne Mensch dieser Tage in diesen unseren Lebensörtern zur Verfügung hat: MEDIEN-KOMPETENZ

Erfolg hat in Zukunft (nur, ausschließlich), ... wer

– mit der richtigen Information

– zum richtigen Zeitpunkt

– im richtigen Medium

– in der richtigen Aufmachung

– beim richtigen Empfänger ist. 

Diese Kulturtugend müssen wir (neu und intensiver, viel intensiver) lernen. Und weil lernen Mühe macht, lässt man es lieber. 

Gleichwohl war es mein (Berufs-)Leben lang mein Metier. Technologiefolge-Abschätzung mit dem Schwerpunkt Medien, Marketing, Kommunikation, Publishing. Wobei es eben nicht um Technisches geht, sondern um die Folgen, die neue Technik hat. Und da ist im diesem Genre nicht nur das Internet eine Revolution, wie sie noch größere Veränderungen bewirkt als der Buchdruck, der das "Mittelalter" und die Herrschaft der Kirche über Wissen und Wahrheit vernichtete. Was wir derzeit erleben, ist nicht weniger als eine Auflösung bisheriger Macht- und Ordnungsstrukturen im Sinne von Staaten, Völkern, Kulturen, Meinungsmonopolen. Die Welt wird nicht auf den Kopf gestellt, wie manchmal formuliert. Das ist viel zu niedlich ausgedrückt. Die Welt wird neu erfunden. Neu geordnet. Das Alte hat keinen Bestand mehr. 

Das macht Angst (zu recht) und deshalb will es keiner wissen. Und doch fängt alles mit ganz harmlosen, einzelnen Bausteinchen an. Für die sich kaum einer interessiert. 

Nebenbei: eine Lawine, tödlich und zerstörerisch, wird nie durch "Schneemassen" ausgelöst. Sondern immer nur durch eine Schneeflocke zu viel. Durch einen einzigen leichten Fußtritt. Durch einen Windhauch ...


Jedenfalls, das in dieser Rubrik "gebloggte" befasst sich mit dieser spannenden Entwicklung und wird im Laufe der Zeit viele konkrete Links zu längst (von mir) veröffentlichten Dokumentationen, Analysen, Prognosen, Sachzusammenhängen bieten. 

Totterblotschen, Knasbüdel, Knürvelspitter, Krentekacker, Brëimull ...

Von dem, was man gerne hat oder tut, gibt es meist viele Begriffe und Wörter. Kein Wunder also, dass die Solinger Mundart für Maulen und Meckern, Besserwisserei und Beckmesserei viele Begriffe kennt, denn das ist Solingers Lieblingsbeschäftigung. 

98 % aller Solinger Ereignisse laufen so ab:

1. Es geschieht nichts. 

2. Alle meckern drüber, dass nichts geschieht.

3. Jemand tut was, es geschieht etwas. 

4. Alle, alle, ohne Ausnahme, fallen über den oder die handelnden her und fragen:
– darf de dat?
– waröm dät de dat?
– wat soll dat?
– dat bruggt doch kein Mensch
– su'n Stuss !

Alle, die nichts tun, wissen also besser, was derjenige, der etwas tut, falsch gemacht hat. Nichts geschieht in dieser Stadt, ohne dass man nit et Mull dröwer schwatt – warum also sollte ich da schweigen?